Stralsund.Rückblick

Donnerstag, der 03.03.2016 um 08.38 Uhr fuhr mein Zug pünktlich von Berlin nach Stralsund ab. Ich, noch etwas müde und verschlafen, schlurfte mit meinen beiden Koffern durch den Zug und suchte den passenden Sitzplatz. Dabei stellte ich wieder einmal fest, dass gestresste Menschen am Morgen sehr eigenartige Verhaltensweisen an den Tag legen.

Naja, Sitzplatz gefunden.. Laptop aufgeklappt und los geht´s nach Stralsund.
3 Stunden und 3 Minuten später wurde ich von zwei fröhlichen Gesichtern vom Bahnhof abgeholt und direkt zur Auftrittslocation für die kommenden 3 Tage gefahren. Vielen lieben, Dank an dieser Stelle nochmals für diesen Service von Stefan & Daniela.

Hallo Stralsund..
Hallo Stralsund..

Und dann ging es auch gleich schlag auf schlag,.. angekommen, Requisiten auspacken und direkt aufbauen.
Denn am selben Tage waren auch gleich die kompletten Proben für die Show, die noch am selbigen Abend, mit TV Übertragung, ihre Premiere feierte.

Mein Trapez wird installiert..
Mein Trapez wird installiert..

„Ohhhh, nein..“ während ich dem hektischen treiben auf der Bühne folgte.. (denn mein Requisit wurde für mich aufgebaut, was sehr ungewöhnlich ist) stellten wir plötzlich fest das für meine beiden Act´s nicht genügend Platz auf der Bühne vorhanden ist und ich dadurch nur eine Nummer von meinen beiden spielen kann.

Etwas betrübt baumelt wir also nun mein Trapez fest..

Und da hängt es.. mein Arbeitsgerät für die kommenden 3 Tage..
Und da hängt es.. mein Arbeitsgerät für die kommenden 3 Tage..

Um 14.00 Uhr sollten die Proben starten, ich vergass zu beginn noch zu erwähnen das ich mit meinem Act Teil einer Travestieshow bin.. 😉
Jedenfalls kamen die Mädel´s äähhmmm.. Künstler irgendwie nicht aus dem Knick und flatterten aufgeregt im Backstage umher, als das wir pünktlich starten konnten.. Naja, es gab sehr leckere Kekse und damit lies sich die Zeit sehr gut vertreiben.

Sooo.. nach 4 vergnüglichen Stunden die wir mit Proben zu gebracht hatten, ging es nun endlich los mit dem WarmUp für die Show.
MakeUp auftragen.. Kostüm anziehen ein paar Liegestütze und 4 Spagatminuten später war ich fertig für die Show.
So langsam machte sich auch etwas Aufregung breit, aber diese vergeht genau in dem Moment wenn ich den ersten Schritt auf die Bühne trage.

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Vier Spagat Minuten später..

Mit einem absolut genialen Glücksgefühl ging ich nun von der Bühne und genoss den restlichen Abend.

Freitagmorgen schlurfte ich mit meinem Fotoapparat bewaffnet, durch den Stralsunder Hafen sowie durch die Altstadt. In den Jahren von 2003 – 2009 verbrachte ich einige Zeit in Stralsund und Greifswald (ca. 30 km von Stralsund entfernt).. so besuchte ich auch mein altes Wohnhaus in der Altstadt und musste zu meinem bedauern feststellen das es komplett saniert wurde.. An dieser Stelle frage ich mich tatsächlich was sich der Architekt dabei gedacht haben muss, ein ca. 271 Jahre altes Haus in ein Altenheim ähnlichen Komplex zu verwandeln.

Naja, man steckt nicht drin.. in den Gedanken.. Das Motto: Tradition trifft Moderne, ist dabei arg in die Hose gegangen.

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Es war mal dunkelrot mit wunderschönen Holzfenstern..

Am Abend war es dann endlich wieder soweit, 5 von 6 Künstler versammelten sich um vor ausverkauften Hause zu spielen. Ein Künstler fiel bedauerlicherweise am zweiten und wie sich noch herausstellen sollte sogar am dritten Abend aus.. Dirk, der die wunderbare Monique auf der Bühne mimte, verließ am Abend zuvor in den letzten Minuten der Show die Stimme.

Schnell musste der Ablaufplan der Show um gestellt werden, aber von all dem Stress merkte man Schluss endlich nichts während des Abends. Und so ging auch diese Show mit einem wunderbaren Applaus und einer grandiosen Zugabe zu ende.

schinkske (4 von 4)

Neben der Premiere, gibt es auch eine Deniere.. diese ist logischerweise die letzte Vorstellung eines länger währenden Engagement. Und dabei ist es unter Theaterleuten üblich eine kleine, freche Veränderung in den Ablauf zu zaubern, die das Publikum so gar nicht mitbekommt aber für alle Beteiligten auf der Bühne mitunter für totaler Schockstarre oder amüsanten Situationen sorgt.

Mir wollte einfach nix für diesen letzten Abend einfallen, aber meine Freude darüber steckte zwei Künstlerkollegen an und sorgten zum Schluss mit vertauschten Namen´s Schilder auf der Bühne beim Gastgeber für große Verwirrung.

schinkske (2 von 4)

Und so waren dann auch 3 wundervolle Tage in Stralsund vorbei, es ist das eine.. in einer Show zu sitzen und diese mit Begeisterung zu verfolgen.. aber es ist noch viel großartiger ein Teil einer jenen Show zu sein und das Publikum zu verzaubern.

Und darüber bin ich unglaublich dankbar das mir die Ehre zu teil wird, meine Kunst auf einer Bühne präsentieren zu können. An dieser Stelle nochmals ein Riesen Großes Dankeschön an Sven der mich für diese 3 Abende auf seine Bühne eingeladen hat.

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